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Wärmeverluste in Rohrleitungssystemen entstehen selten an einer einzigen Stelle

Energie- und Rohrleitungsoptimierungen beginnen mit einer einfachen Bestandsaufnahme: Armaturen, Flanschpaare und Rohrhalterungen, die im Betriebsalltag wenig Aufmerksamkeit bekommen, aber erhebliche Verluste verursachen. Ein einzelnes unisoliertes Flanschpaar an einer DN-100-Leitung mit 200 Grad Betriebstemperatur verliert bei 8.000 Betriebsstunden rund 2.000 kWh pro Jahr. Eine unisolierte Armatur verursacht einen Verlust von etwa 4.700 kWh. Über eine gesamte Anlage summieren sich diese Verluste auf Beträge, die eine Sanierung innerhalb weniger Monate amortisieren.

In Dampfsystemen kommt das Kondensatmanagement dazu. Kondensat enthält rund 20 bis 25 Prozent der im Dampf gebundenen Gesamtenergie und ist vollständig aufbereitetes, entsalztes Wasser. Wird es verworfen, gehen wichtige Ressourcen verloren. Eine Erhöhung der Rückführrate von 40 auf 85 Prozent ergibt bei einer Dampfleistung von 5 t/h eine jährliche Einsparung von 35.000 bis 50.000 Euro.

Rohrhalterungen sind ein weiterer Faktor, der häufig unterschätzt wird. Starre Hänger statt Federhänger oder Konstanthänger erzeugen bei Temperaturschwankungen unzulässige Spannungen im Rohrnetz, die zu Ermüdungsrissen an Schweißnähten und Leckagen führen, lange bevor ein Druckabfall im System messbar wird. 

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