Regelantriebe überholen statt austauschen – wann sich eine Instandsetzung lohnt
30 Jahre im Einsatz und noch immer zuverlässig: In vielen Industrieanlagen arbeiten Regelantriebe, die längst nicht mehr zum aktuellen Lieferprogramm der Hersteller gehören. Ihr Alter allein ist allerdings kein Grund, sie auszutauschen.
Gerade bei den älteren ST-, RST-, RH-, RHA- und RS-Antrieben von Hartmann & Braun (H&B) und Schoppe & Faeser (S&F) kann eine Grundüberholung eine wirtschaftlich interessante Alternative zum Neuantrieb sein. Vorausgesetzt, der technische Zustand lässt eine Instandsetzung zu.

Was bei der Grundüberholung eines Regelantriebs passiert
Eine Grundüberholung geht deutlich über den Austausch einzelner Verschleißteile hinaus. Bei VA-Engineering werden die Antriebe vollständig zerlegt, geprüft und anschließend wieder aufgebaut. Am Motor erneuern wir Lager und Simmerring. Die Verschleißteile der Bremse werden ersetzt und die Bremse neu justiert.
Auch das Getriebe wird gründlich überarbeitet. Dazu gehören die Nachbearbeitung der Dichtflächen, der Austausch der Dichtelemente und ein neuer Zahnriemen für die Ansteuerung des Rückführgebers. Anschließend wird das Getriebe auf Dichtheit geprüft. Beim Rückführgeber erneuern wir die geräteinterne Verdrahtung sowie das Anbaugehäuse der Stecker.
Nach dem Zusammenbau erhält der Antrieb eine neue Ölfüllung und eine frische Lackierung. Den Abschluss bilden die Endprüfung und ein Funktionstest. Das Ergebnis ist ein grundüberholter Regelantrieb, der wieder für viele weitere Betriebsjahre eingesetzt werden kann. VA-Engineering gewährt darauf ein Jahr Gewährleistung.
Warum ein neuer Regelantrieb nicht immer die einfachere Lösung ist
Wer einen älteren Antrieb ersetzen möchte, muss häufig mehr berücksichtigen als die Anschaffungskosten. Der ABB-Contrac-Regelantrieb ist seit etwa 1999 der Nachfolger der älteren Baureihen. Allerdings unterscheiden sich seine Anschlussmaße von denen der bisherigen Antriebe. Ein Austausch kann deshalb mechanische Anpassungen an der Einbausituation erforderlich machen. Hinzu kommen gegebenenfalls Änderungen an der elektrischen Verkabelung und Parametrierung. Das bedeutet zusätzlichen Planungs- und Montageaufwand. Außerdem muss die Anlage für den Umbau außer Betrieb genommen werden.
Ein grundüberholter Antrieb der bisherigen Baureihe lässt sich dagegen in der Regel ohne konstruktive Änderungen wieder an seiner ursprünglichen Position montieren. Die vorhandenen Anschlüsse und Einbaumaße bleiben erhalten. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen ein moderner Contrac-Antrieb technisch oder wirtschaftlich die bessere Wahl ist. Entscheidend sind der Zustand des vorhandenen Antriebs, die Anforderungen des Regelkreises und der Aufwand für einen möglichen Umbau.
Die nächste Revision ist oft der richtige Zeitpunkt
Solange ein Regelantrieb funktioniert, gerät sein Zustand im laufenden Betrieb leicht aus dem Blick. Dabei lassen sich viele Instandsetzungsmaßnahmen besser planen, wenn die Anlage ohnehin für eine Revision stillsteht. Wird die Überholung rechtzeitig vorbereitet, können Ausbau, Instandsetzung und Wiedereinbau in die Stillstandsplanung einbezogen werden. Das ist meist deutlich günstiger, als erst nach einem unerwarteten Ausfall reagieren zu müssen.
VA-Engineering übernimmt die Grundüberholung der Regelantriebe ST, RST, RH, RHA und RS. Sollte sich eine Instandsetzung nicht mehr lohnen, prüfen wir alternativ den Einsatz eines ABB-Contrac-Regelantriebs.
Sie betreiben ältere H&B- oder S&F-Regelantriebe?
Sprechen Sie uns an. Wir prüfen den Zustand und besprechen mit Ihnen, ob eine Grundüberholung oder ein Austausch die sinnvollere Lösung ist.